Die 10 Basics der Gesprächsführung & Partyspiel

Liebe Mitmenschen, wir müssen miteinander reden. Aber bitte ehrlich, interessiert und intensiv. Wir müssen aus der Small Talk Falle raus und Gespräche mit inspirierenden Inhalten füllen, anstatt mit Floskeln über das Wetter.

Wir müssen wieder Begegnungen schaffen, die uns nachhaltig berühren, die uns zum Nachdenken bringen und unsere persönliche Entwicklung fördern. Begegnungen, die uns das Gefühl geben, mit anderen verbunden zu sein. Es müssen Gespräche entstehen, an die wir auch noch in Jahren zurückdenken. Also lasst uns aufhören um den heißen Brei herum zu reden.

Wie schafft man es, den Small Talk zu überspringen & authentische, nachhaltige Gespräche zu führen? Zunächst einmal: Jeder kann es lernen. Die Fähigkeit fesselnde Gespräche zu führen muss nicht angeboren sein. Man muss lediglich ein paar Basics der Gesprächsführung beachten:

 

Mindset

Mindset beschreibt meine innere Ausgangsposition: Mit welcher Erwartungshaltung, welchen Gedanken, gehe ich in dieses Gespräch rein? Was halte ich von der anderen Person? Damit ein Gespräch erfolgreich verläuft, sollte man mit folgendem Mindset (Mantra) ins Gespräch gehen: Ich möchte meinen Gegenüber nicht beeindrucken, ich bin gut so wie ich bin. Das was ich sage und auch das was ich nicht sage, ist wertvoll. Mein Gegenüber ist gut so wie er ist, auch wenn wir manchmal andere Meinungen haben, kann ich Wertvolles daraus ziehen. Ich möchte, dass sich mein gegenüber wohlfühlt.

Die Begrüßung macht’s

Innerhalb weniger Sekunden bilden wir uns eine Meinung über unseren Gesprächspartner. Daher kann eine gelungene und überlegte Einleitung nicht schaden. Ein fröhliches und offenes “Hi!” reicht dabei häufig schon aus.

Positives Setting

Wenn wir ein Gespräch mit der Absicht führen, dass sich der andere dabei wohl fühlen soll, wird der andere automatisch offener sein & mehr ins Gespräch einbringen.  Wie kann ich meinem Gegenüber nun in eine positive Gefühlslage bringen? Zunächst einmal führen viele Verneinungen, Kritik, das Unterbrechen des Anderen und mangelnder Augenkontakt eher zu einer negativen Gesprächsgrundlage (Setting). Aber jeder erinnert sich gerne an einzigartige Komplimente zurück: Mache deinem gegenüber ein ehrliches Kompliment, das über das “du hast schön Augen” hinaus geht & vielleicht etwas unkonventionell scheint. Zum Beispiel “Ich finde, dass dein Eyeliner richtig gut gelungen ist. Wie machst du das?”

Gesprächsthemen

Wenn man nicht zu den Personen gehört, die jedes Gespräch zum Laufen bringen können, schadet es nicht, ein paar Themen in Petto zu haben. Gute Themen ranken sich meistens um die Überschriften Familie, Arbeit, Überzeugungen, Hobbys, Kindheit, Musik. Du kannst dich auch von dem Spiel inspirieren lassen, welches du unten als PDF downloaden kannst.

Paraphrasieren

Bei langen Gesprächen hilft es, das Gesagte deines Gegenüber vor deiner Antwort nochmal kurz zusammenzufassen (paraphrasieren). Verwende ruhig Satzbestandteile deines Gesprächpartners, so zeigst du, dass du aufmerksam zugehört hast.

Offene Fragen stellen

Fragen, auf die man mit ja und nein antworten kann, bringen Gespräche schnell ins Stocken. Stattdessen sollte man sich auf Fragen konzentrieren, die den anderen zum Erzählen bringen. Ein paar Beispiele: “Wie lange wohnst du schon hier und wie hast du deinen ersten Tag in der Stadt verbracht?”, “Wie ging es dir dabei?”, “Wie hast du das geschafft?”, “Wie genau hast du das gemacht?”, “Was gefällt dir daran besonders gut?” –> W-Fragen sind dein bester Freund in der Not!

Wirklich zuhören

Zuhören ist schwerer als man denkt. Denn die meisten machen einen großen Fehler: Sie überlegen sich schon, während der andere spricht, eine Antwort. Stattdessen sollte man sich ganz auf den anderen konzentrieren: Der Augenkontakt sollte immer gehalten werden, jedes Wort des anderen sollte angehört werden, ohne währenddessen über eine Antwort nachzudenken. Höre also zu um zu verstehen, nicht um zu antworten.

Nenn’ das Kind beim Namen

Menschen fühlen sich wertgeschätzt, wenn man sich Details aus ihrem Leben einprägt. Dazu gehören vor allem Namen aus dem persönlichen Umfeld, zum Beispiel die der Kinder oder der Haustiere. Daher sollte man sich diese Namen mit Details der Personen einprägen. Zum Beispiel: “Wie geht es Mathilda, deiner jüngsten Tochter, letzte Woche hast du mir erzählt, dass sie krank war.”

Überlasse den Vortritt

Jeder redet gerne über sich selbst. Der Gesprächspartner wird dir gegenüber aber offener sein und sich besser verstanden fühlen, wenn du ihm den Vortritt lässt. Das bedeutet auch, nicht immer mit Erfahrungen aus deinem eigenen Leben zu antworten, sondern individuelle Lösungsansätze für deinen Gegenüber zu finden.

Ich-Botschaften

Kennzeichne deine eigene Meinung, die sich evtl. von der Meinung anderer unterscheidet, durch Ich-Botschaften wie “ich glaube”, “ich sage, dass”, “ich finde, dass”. Dadurch vermeidest Formulierungen wie “man sagt ja, dass”. Dies hilft dir, deinen Standpunkt klarer darzustellen, ohne zu verallgemeinern. Dadurch wirkst du authentischer und ehrlicher. Außerdem zeigst du so, dass du bereit bist, andere Standpunkte anzuerkennen und deine Meinung ggf. zu ändern.

 

Schwieriger wird es, wenn man umgeben ist von neuen Bekanntschaften, zum Beispiel auf einer Gebrutstagsparty. Man kann die Gesprächssituation mit folgendem Spiel auflockern und anregen: Auf dem Tisch steht eine Box, in welcher sich Fragen befinden. Nacheinder zieht jeder verdeckt eine Frage aus der Box. Nun gibt es drei Varianten wie man das Spiel spielen kann:

Variante A

Derjenige, der die Frage gezogen hat, beantwortet die Frage. Danach ist der nächste im Uhrzeigersinn dran, dann wieder der nächste, bis der letzte seine Frage beantwortet hat. Anschließend werden wieder neue Fragen gezogen.

Variante B

Derjenige, der die Frage gezogen hat, darf sich jemanden aussuchen, der die Frage beantworten muss. Anschließend ist die nächste Person im Uhrzeigersinn an der Reihe, sich jemanden für seine Frage auszusuchen.

Variante C

Diese Variante ist besonders geeignet für Gruppen, die sich schon etwas besser kennen: Die Person, die die Frage gezogen hat, verliest die Frage. Dann müssen alle anderen, außer die Person selber, darüber beraten, was denn die Person, die die Frage gezogen hat, wohl selber antworten würde. Danach ist die nächste Person im Uhrzeigersinn dran.

Ich habe mal einen Nachmittag lang Fragen überlegt, gesucht & gesammelt und in einer PDF zusammengestellt. Generell kann man den Fragenkatalog an die Gruppe, mit der man spielt, anpassen, indem man unpassende Fragen im Vorfeld rausnimmt. Damit meine Karten stabiler sind, habe ich sie einlaminiert.

PDF Download zum Gespraechs_Spiel

 

Alles Liebe,

Mim

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